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Die Eröffnung der 8. Konferenz der bucharischen Juden ins Judisch-bucharisch-sefardisches Zentrum Deutschland in Hannover

Die Eröffnung der 8. Konferenz „Bucharische Juden: Dynamik historischer und kultureller Kontinuität. Grenzen der Integrationserfahrung an der Wende des 20. Und 21. Jahrhunderts“ im Jüdisch-Bucharisch-Sefardisches Zentrum Deutschlands

Am 10. Oktober empfing unser Zentrum die Repräsentanten der bucharisch-jüdischen Gemeinden aus den USA, Israel, Österreich, Russland und zahlreiche Ehrengäste.

Die Konferenz wurde vom Vorsitzenden des Jüdisch-Bucharisch-Sefardischen Zentrums Juchanan Motaev eröffnet. Herr Motaev begrüßte in seiner Rede folgende Ehrengäste: den Vizepräsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland Abraham Lehrer, den stellvertretenden Präsidenten der Region Hannover Michael Dette, den Vorsitzenden des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen Michael Fürst, den Oberrabbiner der bucharischen Juden weltweit Hilel Haimov, den hannoverschen Bürgermeister Thomas Hermann und andere.

„In diesem Jahr wurde uns die Ehre erwiesen, die 8. Internationale kultur-wissenschaftliche Bucharisch-Jüdische Konferenz durchzuführen. Für uns ist dies eine besondere Veranstaltung, nicht nur, weil wir eine Konferenz solches Niveaus zum ersten Mal durchführen, sondern auch, weil eine solche Veranstaltung zum ersten Mal in Deutschland durchgeführt wird“, betonte Juchanan Motaev und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Konferenz Früchte tragen werde und den Teilnehmern nicht nur die Möglichkeit bereitstelle, Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen sowie über aktuelle Probleme der bucharisch-jüdischen Ethnie zu diskutieren, sondern auch den Impuls, sich weiterzuentwickeln.

Der Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland Abraham Lehrer begrüßte im Namen des Zentralrates der Juden in Deutschland und dessen Vorsitzenden Dr. Schuster die Gäste der Konferenz und betonte, dass sich in der Zeit vor Rosch ha-Schana die Konferenzteilnehmer versammelt hatten, um über die aktuellsten Fragen zu diskutieren: die der Chancen und Grenzen der Integration. Die Gemeinde überreichte dem Zentralrat der Juden in Deutschland in der Person Herrn Lehrers ein wertvolles Geschenk: eine rare 400 Jahre alte Landkarte.

Der stellvertretende Präsident der Region Hannover Michael Dette erzählte in seiner Begrüßungsrede, dass es seit 40 Jahren eine Partnerschaft zwischen der Region Hannover und der israelischen Region Galiläa gibt.

Der Oberrabbiner der bucharischen Juden in Deutschland Yohanan Jakubov hob hervor, dass lehrreiche Geschichten, die uns seit dem Altertum bekannt sind, einen Kern der Weisheit in sich tragen und in allen Zeiten aktuell sind.

Aus der Stadtverwaltung Hannovers und im Namen aller Hannoveraner begrüßte der Bürgermeister Thomas Hermann die Teilnehmer der Konferenz. „Ich bin froh, dass sich auf dieser Konferenz die Repräsentanten aus vielen Ländern versammelt haben, um zusammen über die aktuellen Themen der Geschichte und des Glaubens zu diskutieren. So eine Konversation verhilft, neue Erfahrungen und Eindrücke zu gewinnen sowie neue Kontakte zu knüpfen“, sagte der Bürgermeister.

Der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen Michael Fürst erzählte bei seinem Auftritt, dass sich in den letzten 30 Jahren das jüdische Leben in Deutschland, vor allem in Hannover, bedeutend intensiviert hatte. „In der Gegenwart“, so Fürst, „gibt es in Niedersachsen 17 jüdische Gemeinden. Und als einer der größten und am stärksten ausweitenden erweist sich die bucharisch-sefardische Gemeinde Hannovers“.

Der Ehrenvorsitzende der bucharisch-sefardischen Gemeinde in Hannover Michael Davidoff fasst die Entstehung und das Wachstum der Gemeinde zusammen: „Im Laufe der Jahre unserer Existenz haben wir uns aus einer kleinen Gemeinde in das Zentrum aller bucharischen Juden Deutschlands verwandelt!“

Gelesen 1172 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 20 Januar 2022 13:24

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