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Hafrashat Challah mit Rabbanit Sylvie Yakubov

Eine jüdische Frau hat drei Hauptgebote, drei grundlegende Verpflichtungen, die sie als Hausfrau und fromme Ehefrau erfüllt. Das erste Gebot ist die Hafrashat Challah (die Teilung der Challah). Im Oktober trafen sich die Frauen unserer Gemeinde zuhause bei Svetlana Motaeva, um mit Rabbanit Sylvie Yakubov die Hafrashat Challah durchzuführen.

Eines der ersten Opfer, die Juden erbringen mussten, als sie aus Ägypten in Israel angekommen waren, war die Darbringung des „ersten und besten“ Teigstückes an die Cohanim. Diese Opfergabe hieß auch Challah, daher kam der Name für das Schabbat-Brot. Ab der Zeit nach der Zerstörung des Tempels können wir dieses Opfer nicht erbringen. Trotzdem erfüllen wir das Gebot der Trennung der Challah, das daran angelehnt ist.

„Besonders wichtig ist die Durchführung der Hafrashat Challah, wenn jemand zuhause krank ist.“, erzählt das junge Mitglied des Frauenclubs unserer Gemeinde Diana Davydova (Khazan), „Ich habe gehört, dass es Fälle gab, an denen der Mensch nach dem Brauch wieder gesund wurde.“

Die kolossale Kraft der „Hafrashat Challah“ fördert die Genesung, materiellen Wohlstand, die Festigung des eigenen Lebens, den Frieden im Haus und vieles andere.

Die Mitglieder des Frauenclubs unserer Gemeinde treffen sich regelmäßig zu verschiedenen Themen und einfach so, um zusammen irgendwo hinzugehen (z. B. in die Sauna) oder sich zu unterhalten. Aber das Wichtigste ist für uns natürlich, jüdische Feiertage und Traditionen zu erforschen.

Warum ist Hafrashat Challah so wichtig in der jüdischen Tradition? Das erläutert Svetlana Motaeva: „Hafrashat Challah kann jede Frau bei sich zuhause machen; dies ist ein Segen für das Haus, damit zuhause alles gut ist, damit alle lebendig und gesund bleiben. Manchmal versammeln sich Frauen und machen das zusammen, entweder bei jemandem zuhause oder in der Gemeinde. Ich lud Frauen aus der Gemeinde zu mir nach Hause ein, wir redeten zusammen darüber, wie man Hafrashat Challah macht, was man sagen soll, wann man die Challah abtrennen soll und wann eben nicht. Wir redeten auch über andere interessante Themen, die etwas mit Brot oder mit Gebäck zu tun hatten. Vieles, was Rabbanit Sylvie Yakubov erzählt hatte, wussten die Frauen vorher nicht. Während die Unterhaltung informell und gemütlich verläuft, was verbindet, werden die Beziehungen zwischen den Frauen immer enger, immer lockerer. Und natürlich begleitet uns die gute Laune und angenehme Atmosphäre.“

Gelesen 886 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 20 Januar 2022 13:51

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